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ND 18.02.05Streitbare Dozentin Silke Urbanski Die Historikerin hat aus Protest gegen Studiengebühren ihren Lehrauftrag gekündigt. Die gegen Studiengebühren protestierenden Studenten haben ungewöhnliche Unterstützung bekommen. Die Dozentin für Mittelalterliche Geschichte an der Hamburger Universität, Silke Urbanski, hat aus Protest gegen die Studiengebührenpläne des Hamburger Senats ihren Lehrauftrag zurückgegeben. »Ich hoffe einerseits, dass die Schüler und Studierenden wissen, dass auch bei den Lehrenden jemand auf ihrer Seite steht. Andererseits hoffe ich, dass andere Lehrende sich gegen Studiengebühren äußern«, begründete Urbanski ihren Schritt. Die langjährige SPD-Politikerin, die ihre Partei auch in der Hamburger Bürgerschaft als Abgeordnete vertreten hat, nennt auch biografische Gründe für ihren Schritt. Ihr selber wäre es kaum möglich gewesen, eine akademische Laufbahn einzuschlagen, wenn sie für ihr Studium zur Kasse gebeten worden wäre. Bei vielen Studierenden hat ihr Schritt Zustimmung und Anerkennung ausgelöst. Auch ihre Schüler nahmen den Entschluss mit Zustimmung zur Kenntnis. Bei den Universitätskollegen kam die Entscheidung dagegen weniger gut an. Ein Professor versuchte, sie umzustimmen. Silke Urbanski ist deshalb auch klar, dass sie in Kollegenkreisen kaum Nachahmer finden wird. Das dürfte auch daran liegen, dass ihr die Entscheidung, das Handtuch zu werfen, leichter gefallen sein dürfte als vielen anderen Lehrenden. Schließlich war der universitäre Lehrauftrag für sie nur ein Zweit-Job. Hauptberuflich arbeitet Urbanski als Lehrerin an einer Gesamtschule in Hamburg-Elmsbüttel. »Für viele meiner Schüler ist durch die anstehende finanzielle Belastung die Lebensplanung zerstört«, so Urbanskis Erfahrungen aus der Praxis. Silke Urbanski wurde 1964 in Hamburg geboren. Ihre Dissertation »Geschichte des Klosters Harvestehude - In valle virginum« ist 2003 bereits in zweiter Auflage erschienen. Demnächst wird ihr erster Roman zu kaufen sein. »Ein Hansekrimi - Safrantod« handelt vom Kampf einer tapferen Hamburger Nonne im 14. Jahrhundert gegen die Obrigkeit der Hansestadt Hamburg. Wie treffend. Peter Nowak |