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ND 01.04.05Studenten bleiben stur Solidaritätskampagne soll Offene Uni in Berlin retten Von Peter Nowak Die Semesterferien sind an den Berliner Hochschulen Mitte April zu Ende. Doch in der Offenen Uni Berlin (OUBS) in der Nähe der Charité in Berlin-Mitte geht es schon heute Abend wissenschaftlich zur Sache. Ab 17 Uhr wird der Politologe Elmar Altvater mit der Soziologin und Mitarbeitern des BUKO Frederike Habermann und dem Attac-Beirat Ulrich Brand über globalisierungskritische Strategien diskutieren. Auch in den folgenden Tagen dürften in der OUBS die Köpfe rauchen. Die Veranstaltungen verfolgen neben der Wissensvermittlung allerdings noch einen anderen Zweck - sie sollen das Weiterbestehen der Offenen Uni sichern, die noch während des letzten Unistreiks gegründet wurde und sich mittlerweile zu einem berlinweiten Bildungszentrum ohne die Schranken eines Hochschulzugangs entwickelt hat. Die Unileitung hat die Räume zum 31. März gekündigt, weil in das Gebäude ein neurologisches Forschungsinstitut einziehen soll (ND berichtete). Als Ersatzort wurde den Nutzern der Offenen Uni ein Haus in der Nähe in Aussicht gestellt, das aber noch renoviert werden muss. Bis dahin könnten die Aktivisten einige Räume in einem Universitätsgebäude nutzen. Die Unileitung hat mehrfach deutlich gemacht, dass ihr Angebot nicht verhandelbar ist. Der Vizepräsident für Haushalt, Technik und Personal an der Humboldt-Universität, Frank Everslage, bekräftigte, dass man die Arbeit der OUBS in keiner Weise behindern wolle und deshalb Ersatzräume angeboten habe. Sollten die aber ausgeschlagen werden, sei das Projekt auf dem Universitätsgelände beendet OUBS-Mitarbeiter Till Richter sieht das Dilemma bei beiden Entscheidungen. »Gehen wir auf das Angebot der Unileitung ein, wird unsere Arbeit in Zukunft empfindlich beeinträchtigt sein. Lehnen wir das Angebot ab, droht nach dem 31. März die polizeiliche Räumung«. Deshalb hat sich die OUBS für eine breite Solidaritätskampagne entschieden. Für die täglichen Veranstaltungen werden Paten gesucht, die die OUBS unterstützen.
Infos: www.oubs.tk |